Kunst

Lehrpläne

Die Fachschaft Kunst hat in diesem Schuljahr verschiedenste Themen und Techniken in allen Klassenstufen bearbeitet. Wir stellen Ihnen eine Auswahl davon vor. Die Bildbeispiele sehen sie auf den nachfolgenden Seiten. Der technische und thematische Bogen war weit gespannt und zeigt zahlreiche Fotoarbeiten, plastische Werke aus Ton oder Pappe, Modellbaukonstruktionen aus elastischen Geweben und Holzstützen, Druckerzeugnisse, Federzeichnungen, Malerei mit Deck-, Acryl- und Aquarellfarben, sowie Collagetechniken, Bleistift-, Kugelschreiber- und Bleistiftzeichnungen, Rötel-, Grau-, schwarze Kreidezeichnungen, Kohle- und Filzstiftzeichnung.

In allen 7. Klassen gab es kreative Tätigkeiten, die mit verschiedenen künstlerischen Techniken und der Verarbeitung unterschiedlicher Materialien zu tun hatten – es wurde an und in der stets beliebten und nachgefragten „Krimikiste“ heiß- und kaltgeklebt, gesägt, tapeziert, verspannt, genäht, gebaut, geschnitten, gemalt, beschriftet und bestückt, und sie wurden manchmal auch mit recht drastischen Tatortspuren versehen. Weiterführend präsentierten die Bauteams ihre teils surreal- fantastischen Tatorte, stellten sich den Fragen der Klasse und lasen einen eigenen, fiktiven Zeitungs- oder Polizeibericht oder eine Minikrimigeschichte vor. Mitunter wurden auch bearbeitete Videos in diesen kleinen Kartongehäusen gedreht. Auch wurden eine Wäscherei, ein Laufsteg, ein Chemielabor, ein Haus im Wald, ein Rummelplatz mit Achterbahn oder eine Autowerkstatt mit Schredderanlage dargestellt.

Als Nachtrag zum vorigen Schuljahr hier ein Beitrag aus den 6. Klassen: Herr Schmölzl hat zum Thema „Wertepuzzle“ die Begriffe der persönlichen und gesellschaftlichen Werte und den Respekt zwischen den Geschlechtern in den betreffenden Klassen zum gestalterisch-künstlerischen Thema gemacht. Jeweils ein Junge-Mädchen Team wurde zusammengelost, und das Team diskutierte z.B. darüber was Mädchen und Jungen besser können. Jedes Team produzierte ein großes dreidimensionales Puzzleteil mit seinem individuell herausgefundenen „Wert“, es repräsentierte sozusagen den individuellen Denkkosmos des Teams. Dabei wurden von den Schülerinnen und Schülern gestalterisch neuartige Erfindungen in der Verbindung von Wort, Bild und Form gemacht. Als gemeinsame Aktion wurden schließlich die einzelnen Puzzleteile aller Teams ineinander geklinkt und zu einer größeren Fläche zusammengelegt. Die Teams konnten dabei die Erfahrung machen, dass dadurch eine größere Ordnung entstand und die eigene Wirksamkeit, über den eigenen Fokus hinaus, in Verbindung mit dem Erkennen der Potentiale der Anderen eine sinnvolle, größere Ordnung entstehen ließ. Auch in einer 10. Klasse hat das „Wertethema“ in Verbindung mit „Plakatdesign“ als vielschichtige Aufgabe die Schülerinnen und Schüler beschäftigt. Abhebend auf die bereits größere Lebenserfahrung der Altersgruppe wurde die Entwicklung des individuellen und übergeordneten Wertebewusstseins diskutiert. Jeweils eine gemischte Gruppe von 4 bis 5 Schülerinnen und Schüler einigte sich im Gespräch auf ihr Thema, stellte in der Schule unter Einhaltung der Schritte: Konzept, Entwurf und Reinlayout mit den geeigneten grafischen Mitteln ein Plakat mit ihrer „Message“ her. Dann wurde von den Gruppen das Plakat außerhalb des schulischen Rahmens zur „Feldforschung“ kurz an einen beliebigen öffentlichen Ort gehängt und zufällige Passanten zur Wirkung befragt. Die Präsentation der Poster und der Befragungsergebnisse mit den kleinen „statistischen Erhebungen“ fand wiederum in der Klasse statt.

Zum Thema „gebauter Raum“ wurde freies architektonisches Entwerfen auf selbst gestalteten Landschaftsflächen aus Pappe im Stil von Frei Ottos bewegten Zeltkonstruktionen, die wir Münchner vom weltbekannten Olympiadach her kennen, in der 10. Klasse bei Herrn Dr. Hangkofer hergestellt. Dies förderte das Verständnis für die Konzepte zeitgenössischer Architektur und führte die Schülerinnen und Schüler an komplexe handwerkliche und gestalterische Fragen heran.  

Alle vier Q11 Oberstufenkurse widmeten sich im Semester „Figur“ der Darstellung des menschlichen Körpers. In Zeichnungen und auch in klassischer Tonmodelliertechnik übte man Skelettgrundformen, Muskelvolumina, Körperproportionen, Körperbewegung und bemühte sich um formbildende Oberflächenstrukturen.

Im Additum Kunst, dem Oberstufenkurs, in dem Schülerinnen und Schüler sich auf ein schriftliches Abitur in Kunst vorbereiten, wurden verschiedene künstlerische Techniken auf Oberstufenniveau vermittelt und erprobt. Das Thema Schriftschreiben mit verschiedenen Materialien in verschiedenen Größen und mit wechselnden Schreibwerkzeugen war zum Beispiel ein Schwerpunkt im ersten Schulhalbjahr. Typografie, Kalligrafie, Schriftästhetik, Proportionen, Schreibrhythmus, Durchschuss, Geschichte der Schrift, moderne Schriftgestaltung im 20. Jahrhundert, Schrift- und Verpackungsdesign waren Themen, die in diesem Zusammenhang im Unterricht behandelt wurden. Neben den zentralen, in der Schule bearbeiteten Themen der Semester arbeiteten die Schülerinnen und Schüler des Additums auch individuell in ihre Skizzenbücher, auch hiervon sehen Sie nachfolgend Beispiele.

Sabine Konietschke, Fachbetreuerin Kunst